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26. Januar 2021 read the game

MeinVfB: Wurde der VfB-Erfolgscode geknackt?

Beim VfB Stuttgart beginnt die Rückrunde wie die Hinrunde endete: Mit einer Auswärts-Niederlage. Nachdem der VfB in der gesamten Hinrunde keinen Sieg daheim verzeichnen konnte, fuhr das Team von Trainer Matarazzo aber fast schon überraschend konstant Erfolge in der Fremde ein. Alle fünf Saisonsiege gelangen den Schwaben auswärts, nur die Bayern übertreffen diesen Wert aktuell mit sieben Siegen in der Fremde. Ist der Zauber der Auswärtsstärke nun verpufft? Haben die Gegner den Stuttgarter Erfolgscode entschlüsselt? Die Antwort: Ein klares Jein. 

Fakt ist: Der VfB Stuttgart stand in der Hinrunde auswärts tiefer als daheim. Gemessen wurde dafür von der Analysten der Sportec Solutions die durchschnittlich letzte Linie der VfB-Elf. Auswärts lag der Wert bei 35 Metern, daheim stand der VfB höher bei knapp 36,4 Metern. Die Gegner der Schwaben in Auswärtspartien standen derweil höher als es in der Mercedes Benz Arena der Fall war. Die Werte liegen zwar nur knapp 0,6m auseinander, aber in einer Sportart, in der es nicht selten auf Millimeter ankommt, sind wenige Zentimeter bereits spielentscheidend. Sie entscheiden nämlich, ob ein Spieler an den Ball kommt, der Abwehrspieler aber nicht, ob der Ball im Tor landet und ob die Situation abseits war oder eben nicht. 

Bielefeld setzte genau hier an. Im Aufsteigerduell stand das Team von Uwe Neuhaus tief und setzte auf Konter. Stuttgart hatte mit 62 % Ballbesitz deutlich häufiger den Ball in den eigenen Reihen, aber keine wirklich genialen Einfälle, was sie damit anstellen sollten. Zudem fehlten mit Wamangituka und Gonzalez die beiden Top-Scorer im Team.  
Gegen Freiburg kehrten die beiden Angreifer zurück in die Startelf. Freiburg rührte gleichfalls den Beton im Breisgau an. Der VfB fand trotzdem ein Weg durch den Abwehrriegel und ging sogar in Führung – dank Wamangituka. Dann begann jedoch in der Stuttgarter Defensive eine Rutschpartie. Dank diverser Ausrutscher und Stellungsfehlern verhalft der VfB den Freiburgern zur Führung, vergab aber auf der Gegenseite die Chance auf den Ausgleich vom Elfmeterpunkt. Der Schuss von Gonzalez wurde gehalten, sein erster Fehlversuch im Oberhaus.

Erst hat der VfB kein Glück und dann kommt auch noch Pech dazu. Im Detail: der vermaledeite Pfosten. 12 Mal haben die Schwaben in dieser Saison bereits Alu getroffen. Das ist der Top-Wert der Liga. Zuletzt knallte der Ball in Freiburg ans Gestänge. Acht der 12 Pfostentreffer gab es auswärts zu bestaunen. 

Ja, die Stuttgarter tun sich aktuell schwerer in der Liga. Das ist für einen Aufsteiger nach 18 absolvierten Spieltagen aber erst einmal kein Manko. Nein, die Gegner haben den VfB-Code noch nicht restlos entschlüsselt. Sonst wäre der VfB im Breisgau nicht zu 27 Schüssen gekommen. Das beste Mittel gegen aufkeimende Sorgenfalten: Am Wochenende den ersten Heimsieg der der Saison gegen Mainz 05 einfahren und somit den Abstand auf einen direkten Abstiegsplatz auf 15 Punkte ausbauen.