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11. Februar 2021 read the game

MeinVfB: Mehr als nur ein Ersatz

Es ist wieder passiert. Bei der in jeder Hinsicht bitteren 2:5-Niederlage in Leverkusen musste Nico Gonzalez bereits in der 22. Minute verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für den Argentinier kam Sasa Kalajdzic. Gab es darum einen Leistungsabfall im Angriff? Mitnichten.

Der Österreicher avancierte neben dem ebenfalls eingewechselten Erik Thommy zum Top-Spieler der Partie im VfB-Dress: 2 Tore, 6 Torschuss-Beteiligungen. Mehr lieferte keiner auf Seiten der Stuttgarter. Und das war beileibe kein Zufall. Das sollte den VfB Fans auch Hoffnung für die kommenden Wochen machen. Denn ein all zu schnelles Comeback ist von Gonzalez nicht zu erwarten. Vielleicht auch nicht anzuraten, denn für Stuttgarts Nummer 22 ist es bereits die dritte Verletzungspause in dieser Saison. 

Sasa Kalajdzic hingegen ist Top-Fit in dieser Spielzeit. In seinen 19 Einsätzen sammelte der Stürmer bereits 12 Torbeteiligungen – 8 Mal traf er selbst, 4 Mal legte der 2-Meter-Mann Tore auf. Damit landet der Österreicher direkt hinter Silas Wamangituka auf Platz 2 in puncto meiste Torbeteiligungen im Team und vor Gonzalez mit neun Stück. Stuttgarts Nummer 9 allerdings allein auf seine Körpergröße zu reduzieren, wäre unangebracht. 

Im Gegenteil: Kalajdzic ist variabel. Zwar erzielte er drei seiner 8 Treffer in der Tat mit dem Kopf, genau so viele jedoch auch mit dem rechten Fuß als auch zwei Stück mit Links. So variantenreich sein Abschluss ist, so ist der Angreifer auch nicht auf das eine klassische Muster festzunageln, wie er zum Abschluss kommt. Denn drei Treffer erzielte Kalajdzic im Positionsangriff, 2 nach Standards und abermals 3 im Umschaltverhalten.

Und noch was macht auch im Hinblick auf das Duell gegen Hertha BSC Mut: 60 % seiner Tor-Beteiligungen sammelte der Österreicher daheim und besonders gern trifft er in der Crunchtime: Fünf seiner acht Tore hat der Stürmer nach der 75. Minute erzielt. Passenderweise kassierte Hertha bereits 9 Gegentore kurz vor Abpfiff. Schlechter sind diesbezüglich nur die direkten Abstiegskandidaten Mainz 05 und Schalke 04 mit 11 bzw. 13 Gegentoren.